MiKibu - Migrantenkinder bekommen Unterstützung

Gründung von MiKibU:

MiKibU entstand 2009 als Initiative des Integrationsrates (IR) der Stadt Bergisch Gladbach. Einem Aufruf des IR zur Schülerförderung an der GGS Gronau im Kölner Stadtanzeiger vom 4.9.2009 folgten 12 Helfer/innen.

Stand heute (Mentoren, Schüler, beteiligte Schulen):

Zurzeit fördern etwa 200 Mentoren ehrenamtlich über 200 Grundschüler/innen mit 370 Stunden wöchentlich an 10 Bergisch Gladbacher Grundschulen (GGS Gronau, GGS An der Strunde, KGS Bensberg, EGS Bensberg, GGS Bensberg, GGS Heidkamp, GGS Hebborn, GGS Moitzfeld, GGS Katterbach und GGS Refrath). Die Relation „Helfer zu Schüler“ beträgt in der Regel 1 zu 1, manchmal auch 1 zu 2.

Zielgruppe und Ziele

Gefördert werden Grundschulkinder, die Probleme mit der deutschen Sprache und folglich auch in anderen Fächern haben. Das sind vor allem Kinder aus Zuwanderer- und Flüchtlingsfamilien. MiKibU fördert jedoch alle Kinder, die seitens der Schulen als förderungsbedürftig eingestuft werden. Dabei erhalten die Kinder die Unterstützung, die aus verschiedenen Gründen im familiären Umfeld nicht erbracht werden kann.Viele dieser Kinder haben große Probleme mit der deutschen Sprache und folglich auch in weiteren Schulfächern. Unsere ehrenamtlichen Mentoren helfen den Kindern durch kostenlose Hausaufgabenbetreuung und Sprachförderung und kümmern sich so als einfache Bürger um das Weiterkommen von benachteiligten Jugendlichen. Während der Förderung wollen wir den Schülern auch Kenntnisse über die Stadt Bergisch Gladbach, Deutschland und die deutsche Gesellschaft vermitteln.
Ein besonderes Einfühlungsvermögen verlangt die Betreuung von Flüchtlingskindern. In Absprache mit der Schulleitung stehen die Helfer ihren Schützlingen auch im Unterricht zur Seite.

Bessere schulische Leistungen durch besondere Unterstützung und Sprachförderung soll für diese Schüler den Übergang zu weiterführenden Schulen erleichtern. Wir möchten so Chancen der Schullaufbahn, aber auch die späteren Aufstiegs- und Lebenschancen der Schüler verbessern.
Langfristig wird die stärkere Integration dieser Kinder aber auch bessere Entwicklungschancen für unsere Stadt und die Gesellschaft insgesamt bewirken. Gute Bildung und Sprache sind immer Voraussetzung von gesellschaftlicher Integration und stehen im Fokus aller PISA-Studien und anderer Bildungsberichte.

Unterstützung unserer Schüler

Die Schüler werden von den Schulen vorgeschlagen. Erst nach schriftlicher Zustimmung der Eltern fördern wir vorwiegend nach dem Unterricht von Montag bis Freitag in den Schulräumen durch
Hausaufgabenhilfe: i.d.R. 2 x, bei größerem Bedarf auch 4 x je Woche
Deutschförderung: Mit selbsterstellten oder gekauften pädagogischen
   Spielen, Büchern und anderem kindgerechtem Material
   wird vor allem Erzählen, Sprechen und Lesen gefördert.
Leseclubs (vorlesen und selbst lesen in Kleingruppen) an zurzeit
   4 Schulen
Buchgeschenk zum Geburtstag jedes Schülers: So möchten wir die
   Schüler zum Lesen (ver)führen.
Ausflug je Schuljahr: Wir möchten den Kindern neue Erfahrungen
   vermitteln und ihnen zeigen, dass es in unserer Stadt und Gesellschaft
   Interessantes auch außerhalb von Familie und Schule gibt. Deshalb
   haben wir mit z.B. das Rautenstrauch-Joest Museum, das Odysseum, ein
   Kindertheater, einen Bauernhof besucht

Unterstützung unserer Mentoren

Fortbildungen: Die Mentoren bekommen pro Schuljahr zahlreiche
   pädagogische und gesellschaftspolitische Seminare und Fortbildungen
   angeboten, im Schuljahr 2015/16 u.a. folgende:
   - Wie lernen Kinder heute lesen und schreiben; Deutsch als
      Zweitsprache (mit Hinweisen auf Fördermaterial);
   - Sensibilisierung für die Situation von Zuwandererfamilien;
   - Mathe-Unterricht in derGrundschule heute;
   - Interkulturelle Sensibilisierung; Gewaltfreie Kommunikation;
   - Kennenlernen/ Ausprobieren unserer Materialien;
   - Einfluss von Kindheit/Jugend auf die Entwicklung.
„MiKibU-Schrank“: Für unserer Schulen wurde je ein Schrank
   angeschafft mit unterschiedlichem Material zur spielerischen
   Deutschförderung, basierend auf Empfehlungen von Grundschul-
   Experten.
regelmäßige Treffen aller Mentoren oder der Mentoren eines Schul-
   Teams zum Erfahrungsaustausch

neue Anforderungen bei der Unterstützung von Flüchtlingskindern

Flüchtlingskinder ohne Deutschkenntnisse brauchen tägliche Einzelunterstützung und spezielles Fördermaterial. Das erfordert von den Mentoren eine besondere Bereitschaft, an Fortbildungen zu diesem Themenbereich teilzunehmen.

Informationen über MiKibU

• öffentliche Info-Veranstaltungen und Info-Stände an Marktagen, Festen
   u. ä. in Berg. Gladbach
• Website www.mikibu.de, auch mit Medienberichten, Bildern, Film
   und Radiosendung über uns.

Dank an unsere Unterstützer und Sponsoren

MiKibU hat keine eigenen Einnahmen. Die Anschaffung der Materialien und Buchgeschenke für unsere MiKibU-Kinder, die Bezahlung der Referenten und der
Ausflüge sind nur möglich, weil zahlreiche private und öffentliche Sponsoren unsere Arbeit großzügig unterstützen.
Deshalb hier ein großes Dankeschön für vergangene und hoffentlich auch zukünftige finanzielle Unterstützung!!

Eine Übersicht der bisherigen SPONSOREN finden Sie hier.