Die wichtigsten Personen im Projekt MiKibU sind unsere ehrenamtlichen Mentoren. Zurzeit sind über 200 Personen ehrenamtlich als Mentoren für MiKibU aktiv.
Hier die

Antwort auf einige Fragen

Welche Anforderungen benötigen unsere Mentorinnen und Mentoren?

Für die Tätigkeit als Mentor ist ein Grundinteresse an der Arbeit mit Menschen - besonders Kindern - Voraussetzung. Die Mentoren sollten kommunikative Fähigkeiten haben. Sie benötigen bei der Förderung viel Geduld und sollten sich mit den Kindern auch über kleine Lernfortschritte freuen können.

Es sollte ebenfalls die Bereitschaft zur Kontaktaufnahme mit Lehrern und Eltern sowie zur Teilnahme an den kostenlosen Fortbildungen vorhanden sein. Gute Deutschkenntnisse (ausgenommen kleine Unsicherheiten in der neuen deutschen Rechtschreibung) sind bei einer Deutsch- und Hausaufgabenhilfe natürlich Bedingung.
 
Verlangt wird zur Sicherheit der Schulen ein sog. „Erweitertes Führungszeugnis“. Unsere Mentoren bekommen einen besonderen Vordruck zugeschickt, mit dem dieses Zeugnis unentgeltlich bei dem Bürgeramt beantragt werden kann (vgl. Erläuterungen unten).
Außerdem benötigen wir noch eine Art „Ehrenkodex“, ähnlich wie die Helfer in den Sportvereinen, nämlich eine „Verpflichtungserklärung“ . Diese dient zur Sicherheit gegenüber den Eltern und der Öffentlichkeit.
(Vgl. Vordruck unter Infos zum Ehrenamt). Für die Speicherung Ihrer Daten benötigen wir darüberhinaus eine Datenschutzerklärung.

Wie hoch ist der Zeitaufwand?

Mentoren verpflichten sich nach eigenen Möglichkeiten an ein bis zwei Wochentagen zur Förderung im Umfang von je ein bis eineinhalb Stunden, die vorwiegend im Anschluss an den regulären Unterricht um die Mittagszeit in den beteiligten Schulen stattfinden. Sie betreuen die Kinder über einen längeren Zeitraum von mindestens einem halben Schuljahr gemäß dem vereinbarten Einsatzplan.

Wie werden unsere Helfer unterstützt?

Da unsere Mentoren in der Regel keine Pädagogen sind, werden sie bei MiKibU aktiv unterstützt und qualifiziert. Die Projektleitung organisiert regelmäßig kostenlose Fortbildungsangebote mit qualifizierten Dozenten verschiedener anerkannter Bildungseinrichtungen.
Inhaltlich umfassen die Fortbildungen besonders Informationen und Methoden zur Arbeit mit den Kindern z.B. bezüglich der Deutschförderung und der Hausaufgabenhilfe. Darüber hinaus gibt es auch Veranstaltungen, die Hintergrundwissen über die Herkunft und Kultur von Zuwandererfamilien und deren besondere Erwartungen an Schule und Helfer sowie Kultur- und Lebensvergleiche anbieten.

Da die Teilnehmerzahl für Fortbildungen begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung bei Christiane Müller (mueller-wirtz@t-online.de) erforderlich.

Zusätzlich steht den Mentoren je Schule ein Materialschrank zur Unterstützung ihrer Arbeit zur Verfügung. Das Material wurde unter pädagogischen Gesichtspunkten zusammengestellt und beinhaltet Spiele zur Deutschförderung, Lesebücher u.v.m..

Regelmäßig finden Mentoren-Treffen statt, die zum Austausch von Erfahrungen und zur Diskussion auftretender Probleme dienen. Sie werden je Schule von den Schulkoordinatoren geplant. Zu einem Treffen aller Mentoren lädt in unregelmäßigen Abständen der Vorstand ein.

Welche Kinder werden unterstützt?

Für die MiKibU-Arbeit gelten folgende Auswahlkriterien:

Die Auswahl der zu fördernden Kinder trifft die Schule, nicht MiKibU, da nur die Schul- und Klassenleitungen die Stärken und Schwächen des einzelnen Kindes im Vergleich zu anderen Kindern einschätzen können.

Für den Fall, dass Zweifel an der Notwendigkeit einer MiKibU-Förderung bestehen, wird Rücksprache mit der Schule gehalten. So benötigen z.B. Kinder, die in ihrer Klasse durchweg gute Leistungen erbringen, in der Regel keine MiKibU-Förderung.

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, der der Schule oder der Klassenleitung durch laufende Verfahren bekannt ist, können von MiKibU-Mentoren nicht gefördert werden. Diese Kinder brauchen eine Unterstützung durch Sonderpädagogen. Unsere Mentoren haben keine entsprechende Ausbildung und sind mit einer solchen Aufgabe überfordert.
 
Kinder, die dauerhaft keinerlei Bereitschaft zeigen, aktiv in der Förderstunde mitzuarbeiten bzw. so verhaltensauffällig sind, dass ein gemeinsames Lernen nicht möglich ist, können nach Rücksprache mit der Schule aus der MiKibU-Förderung ausgeschlossen werden.
 
Bei einer Entscheidung für oder gegen die Weiterführung der MiKibU-Unterstützung muss in jedem Einzelfall auch die individuelle, persönliche Situation des betroffenen Kindes berücksichtigt werden.
 
Voraussetzung für eine erfolgreiche MiKibU-Arbeit ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Lehrern und Mentoren, damit der Mentor den individuellen Bedarf seines MiKibU-Kindes kennt und die Förderung gezielt darauf abstimmen kann.

Wie werden die Kinder unterstützt?

Welche Unterstützung ein Kind benötigt, hängt ab von seinem Förderbedarf. Kinder, die bereits gut dem Unterricht folgen können, freuen sich über eine Unterstützung bei den Hausaufgaben. Aber auch Lesen/Vorlesen, Spielen, Basteln sind angesagt.
 
Wichtige Punkte für die Art der Förderung sind
- guten Kontakt zum Kind aufbauen – erzählen, spielen.
- Vertrauensbasis schaffen.
- Selbstvertrauen des Kindes stärken (ich kann das!).
- Sinnvoller Wechsel zwischen Arbeit und Entspannung, durchaus auch
    mal auf den Schulhof gehen, wenn ein Kind sich nicht mehr konzentrieren
    kann.
- Trotzdem konsequentes Vorgehen bezüglich des Lernens – bestimmt aber
   freundlich, immer dem Kind zugewandt
   evtl. Notiz im Lernheft – positive Rückmeldung für Lehrer und Eltern.
- Keine Süßigkeiten für Kinder als „Belohnung“ fürs Lernen mitbringen
   (Ausnahme besondere Tage wie Weihnachten, Geburtstag …).
- An manchen Schulen bekommen Kinder zum Geburtstag ein Buch von
   MiKibU geschenkt. Fragen Sie Ihre Koordinatorin,
   Ihren Koordinator, wie es an Ihrer Schule gehandhabt wird.

Ist die Mitarbeit bei MiKibU versichert?

Ja. Für alle unserer Helfer haben wir eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Bei Unfällen gilt: Unsere Tätigkeit in der Schule ist eine „schulische Veranstaltung“, für welche die Unfallkasse NRW zuständig ist. Für Ausflüge außerhalb der Schule haben wir eine zusätzliche Unfallversicherung abgeschlossen.

Ausflüge

Einmal pro Schuljahr veranstalten wir mit unseren Kindern einen Ausflug z.B. in ein Museum oder Theater, um ihnen Kultur außerhalb von Schule und Elternhaus nahe zu bringen. Der nächste Ausflug soll im Januar 2022 stattfinden. Zurzeit sind wir in Gesprächen mit dem Odysseum Köln.

Wer ist Ansprechpartner bei Problemen?

Änderungswünsche, - vorschläge immer mit der Koordinatorin, dem Koordinator besprechen.

Bei Problemen mit dem Kind Lehrer und/oder Koordinatorin/Koordinator ansprechen.

Ansprechpartner für allgemeine Mikibu-Probleme sind immer zunächst die Schulkoordinatoren, in „schwierigen Fällen“ auch der Vorstand

Das gilt auch bei Verdachtsmomenten oder auch Vorwürfen in Richtung „Kindeswohlgefährdung“. Für den Fall eines konkreten Verdachts auf Kindeswohl-Gefährdung eines unserer Schützlinge kann der Kinderschutzbund in Bergisch Gladbach angesprochen werden. Telefon 02202 39924 oder info@kinderschutzbund-rheinberg.de.

Und

Bitte beachten Sie unsere Webseite, in welcher Sie Hinweise und Termine (z.B. zu Fortbildungen) finden.

Bitte rufen Sie regelmäßig Ihre Mails ab, da wir vorrangig über diese Medium kommunizieren.
 

Formulare und Infos zum Ehrenamt